Burg


"Alt-Gatersleben" fand aber auch das Interesse der Bischöfe von Halberstadt, die, wahrscheinlich zum Schutz der Furt über die Selke, im 12. Jahrhundert (um 1165) eine Burg bauen ließen und mit ihr das Geschlecht der Ritter von Gatersleben belehnten. Durch zwei Wassergräben geschützt, diente sie über mehrere Jahrhunderte hinweg als eine wehrhafte Wasserburg. Für die Kirchenfürsten und Domherren war auch das Gebiet des im Norden liegenden Hakelwaldes interessant und man nimmt an, dass vor dem Bau der Burg eine Art Jagdhütte auf dem Grundstück stand. Nach dem Ende der Ritter von Gatersleben im 13. Jahrhundert, wurde die Gaterslebener Wasserburg zum Sitz vom Bistum Halberstadt eingesetzter Amtsleute. Dem Amt Gatersleben unterstanden über Jahrhunderte die umliegenden Dörfer, von denen aber eine ganze Reihe im Verlauf der Jahrhunderte "wüst" wurden. Heute existieren in den Feldfluren nur noch deren Namen.