Kalifornien, Portugal, Australien. Der eine oder andere erinnert sich bestimmt an Zeitungs- und Fernsehmeldungen mit erschreckenden Bildern verheerender Waldbrände. Tote, Verletzte und kilometerweit verbranntes Land sind aber keine für das Fernsehen erfundenen Schauerszenarien. Leider sind sie sogar näher, als uns lieb ist. Durch Klimawandel und Fahrlässig sind auch in Sachsen-Anhalt bei sommerlicher Trockenheit Brände in Wald und Flur möglich.
So wurden allein im vergangenen Sommer 2018 in Sachsen-Anhalt 96 Waldbrände verzeichnet. Dabei nahm eine Fläche von insgesamt mehr als einhundert Fußballfeldern, das sind mehr als 80 Hektar, Schaden. Zum Vergleich: Im vorherigen Jahr gab es gerade einmal neun Waldbrände. Worin liegen aber die Gründe für diesen sprunghaften Anstieg und wie könnte man erneute Waldbrände verhindern?
Der Hauptgrund, in Sachsen-Anhalt wie auch weltweit ist meist fehlender Niederschlag. Leider fehlt dieser aufgrund des Klimawandels immer häufiger. Aber der Funke im Pulverfass, oder in diesem Fall eher im mitteldeutschen Mischwald, ist in fast allen Fällen der Mensch.
Während in anderen Teilen der Erde sogar vorsätzlich Wälder angezündet werden, um Weide- und Feldflächen zu schaffen, handelt es sich in Deutschland fast immer um ein „Versehen“. So wird bei Trockenheit aus einem nicht richtig ausgemachten Lagerfeuer oder einem achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel schnell ein Großbrand. Selbst der heiße Katalysator von am Waldrand abgestellten Autos oder sogar sich selbst entzündende Munition aus dem zweiten Weltkrieg können Brände verursachen.
Die Folgen sind oftmals verheerend. Beispielsweise werden bei derartigen Großbrände erhöhte Mengen an Kohlenstoffdioxid, Methan und Aerosolen freigesetzt. In der Folge steigt die Anzahl der Patienten, die in Krankenhäusern wegen Asthmaanfällen und Ähnlichem behandelt werden müssen. Auch unter anderem das Herz kann durch Brandrauch Schäden nehmen.
Erstaunlicherweise können Brände für die ökologische Vielfalt aber sogar von Vorteil sein. So können sich Nischenarten durch die veränderten Bedingungen etablieren. Dennoch ist natürlich nicht zu leugnen, dass Waldbrände dieser Art von Flora und Fauna immer ihren Tribut fordern.
Deswegen reagieren die Behörden vor allem im Sommer mit der Verhängung der Brandwarnstufen. Sie reichen von eins (sehr geringe Gefahr) bis fünf (sehr hohe Gefahr).
Zudem arbeiten viele Gemeinden auch sehr stark an der Präventionserziehung. Belehrungen in Schulen, online – Informationsportale und zahlreiche Warnschilder erinnern immer wieder daran, wie nah die Gefahr bei Unachtsamkeit sein kann.
Auch jeder selbst kann konkrete Maßnahmen ergreifen. So wie den verantwortungsvollen Umgang mit oder das Unterlassen von Lagerfeuern und ähnlichen in Waldnähe. Des Weiteren, auch wenn kaum einer daran denkt, Maßnahmen, um den Klimawandel einzudämmen. Also beispielsweise Energie- und Wassersparmaßnahmen. Denn der Treibhauseffekt ist einer der größten Faktoren für außergewöhnliche Trockenheit und fehlende Niederschläge im Sommer.
Auch an die eigenen Familie und deren Sicherheit sollte gedacht werden. Denn was, wenn der Waldbrand auf Wohngebiete übergreift und so Hausbrände möglich sind?
Hier empfiehlt sich ein guter Versicherungsschutz. Mit dabei sollten zum Beispiel eine Feuerversicherung und eine Wohngebäudeversicherung sein (hier gibt es mehr Informationen). Die Feuerversicherung ersetzt generell durch Feuer entstandene Schäden. Die Wohngebäudeversicherung tut dies ebenfalls, kann aber um den Versicherungsschutz gegen weitere Elementarschäden ergänzt werden.
Zudem ist es auch sinnvoll, mit Kindern über die Thematik zu sprechen. So sollten auch sie wissen, was gegen Hausbrände getan werden kann. Auch sollte man sie auf die erhöhte Gefahr von durch Bränden im Sommer und bei Trockenheit hingewiesen werden.
Wer noch mehr über Waldbrände, Wohngebäudeversicherung oder die ganz konkrete Situation in Sachsen-Anhalt erfahren möchte, findet natürlich im Internet Rat. So können erneuten verheerenden Bränden wie in 2018 hoffentlich vorgebeugt werden.
